Sinn der Krise

Die wirtschaftliche Krise der letzten Jahre hat unsere spirituellen Konzepte stark auf die Probe gestellt. Krisenzeiten machen immer wieder deutlich, inwieweit gelebte Spiritualität mit dem Alltag kompatibel ist oder ob wir uns etwas vorgemacht haben, Illusionen erlegen sind oder gar vergessen haben, dass unser Leben gewissen irdischen Bedingungen und Grenzen unterworfen ist.

Das astrologische Weltbild liefert uns hier eine klare Vorgabe: Nur wer die Materie meistert (Saturn), darf in die geistigen und spirituellen Dimensionen des Lebens (Uranus, Neptun, Pluto) eintreten. Wenn uns die Realität (Saturn) in diesen Tagen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt, müssen wir möglicherweise prüfen, ob wir versucht haben, uns Abkürzungen zu ermogeln (Neptun). Haben wir uns blenden und verführen lassen? Sind wir der Gier statt der Tugend gefolgt? Wie es im Moment aussieht, haben wir aus den Rückschlägen der letzten Jahre vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht bisher nicht viel gelernt. Man muss kein Prophet sein, um den Absturz des Ikarus (Uranus) zu prognostizieren.

Nutzen wir also in unserer »kleinen Welt« um uns herum die Qualität der Zeit! Schauen wir, was wirklich und wahr ist, was wir gut können und wofür wir bereit sind, unser Herz zu geben. Die Feng-Shui-Spirale in der Reichtumsecke hat vermutlich niemanden vor finanziellen Verlusten bewahrt. Unser wahres Können und unsere spezifischen Fähigkeiten sind hingegen ein reales Vermögen, das unsere Existenz sichern kann. Ein spirituelles Leben ist ein verantwortungsbewusstes Leben (Saturn) im Hier und Jetzt. Es gibt keine Abkürzungen. Spiritualität verlangt mentale und körperliche Disziplin (Saturn). Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sind dabei der Türöffner für echte, gelebte Spiritualität.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.