Natur und Umwelt

Die Evolution hat in ihrer grenzenlosen Genialität ein Wesen hervorgebracht, dass nicht nur von dieser Welt ist, sondern sich selbst und das Geschaffene reflektiert. Wäre der Prozess der Menschwerdung damit abgeschlossen, würden wir ehrfurchtsvoll das Wunder Natur und Leben bestaunen und es um jeden Preis erhalten wollen, weil wir ein Teil davon sind und ohne nicht existieren könnten.

Aber die Entwicklung auf diesem Planeten verfolgt scheinbar einen anderen Plan: Den Zustand der Disharmonie im Erlebnisfeld der Dualität. Vielleicht steckt dahinter die Absicht, uns so die verloren gegangene Mitte, die Vertreibung aus dem Paradies, spürbar bewusst zu machen. Ja, soll dies womöglich sogar die Erkenntnis bewirken, dass der Garten Eden nicht wieder gefunden werden kann, sondern bereits immer da ist. Nur – wir sehen ihn nicht: Die einseitige Entwicklung unseres Verstandes blockiert den Weg zur Ganzheit. Und nicht nur das! Das Ego bildet sich – wie einst die Titanen – ein, mehr als die Schöpfung, ja, sogar der Schöpfer selbst zu sein. Ein fataler Irrtum, den uns nicht nur der Mythos um die Titanik, sondern die Natur jeden Tag aufs Neue und immer deutlicher durch den Missbrauch der Schöpfung und der natürlichen Gesetze reflektiert.

Der Mensch sägt besser wissend an dem Ast, auf dem er sitzt. Er zerstört systematisch seine Lebensgrundlage, beraubt sich seiner Natürlichkeit und schließlich seiner Existenz. Dass ihm das bereits klar ist, hindert ihn nicht daran, im alten Stil weiter zu machen. Kleine Schritte in Richtung »Elysium«, wie das die alternative Energiegewinnung am Beispiel Windkraft deutlich macht, sind wie Tropfen auf einen heißen Stein. Tragen etwa Gewohnheiten, Überzeugungen und vermeintliche Sicherheiten die Schuld daran, dass wir rückwärts gehen? Ist es nicht genau der überentwickelte, linkshemisphärische Teil unseres Bewusstseins, der uns in diesem Prozess im Wege steht?

Wir Menschen dürfen keine Veränderungen von Außen erwarten. Der wahre Evolutionssprung findet dieses Mal nicht durch eine Sintflut und hoffentlich nicht durch einen Krieg, sondern im Inneren statt. Jeder Einzelne trägt das Potenzial der Wandlung zur Ganzheit und somit zum Guten in sich. Ob wir diesem Samen eine Chance zum Wachstum geben, liegt allein an uns. Die Welt braucht Sie, Ihre Hoffnung und Ihr Tun! Lassen Sie uns das Band gemeinsam weben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.