Kunstfrucht statt Naturprodukt

Schwarz-Gelb ebnet Genkartoffel den Weg

Die schwarz-gelbe Koalition hat dem angekündigten Anbau von Genpflanzen im Koalitionsvertrag nun Taten folgen lassen und der Zulassung der genmanipulierten Speisekartoffel der Sorte »Amflora« zugestimmt. Jetzt soll sie sich also ungeniert in deutschen Ackerböden vermehren dürfen. In erster Linie sieht die Regierung ihre Bestimmung als Stärkelieferant für Papier- und Klebstoffindustrie, um angeblich Rohmaterialien wie Öl oder Chemikalien einzusparen. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit! Die Herstellungsabfälle der Genkartoffel sollen als Futtermittel genutzt werden dürfen und gelangen somit in den Organismus von Tieren, die dann letztendlich als Braten auf dem Tisch der Verbraucher landen.

Dass damit eine Kontamination anderer Pflanzen sowie eine Verseuchung unserer biologischen Ressourcen zu befürchten ist, scheint eine von Lobbyismus gelenkte Politik nicht zu interessieren.
Fakt ist: Niemand außer BASF, Schöpfer dieser Kunstfrucht, zieht einen wirklichen Nutzen aus dieser Kartoffel. Zum einen gibt es zwei gentechnikfreie Kartoffelsorten, die die gleichen Eigenschaften besitzen. Zum anderen werden Landwirte für das manipulierte Saatgut ordentlich zur Kasse gebeten. Zum Beispiel haben die Anbauer bei genmanipuliertem Soja der Sorte „Roundup Ready 2“ ab 2010 mit satten 42 Prozent Aufschlag zu rechnen.

Die Verbraucher haben keinen Nutzen davon, im Gegenteil, die Anfälligkeit für Allergien könnte weiter zunehmen. Einzig die Lobbyisten der Firma BASF und Monsanto freuen sich, denn ihre Arbeit war erfolgreich. So werden mit der Zulassung von Amflora gleich drei weitere genmanipulierte Sorten eingeführt, darunter überflüssige Maissorten wie MON810, die eigentlich schon längst vom Tisch sein sollten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.