Irrtum Energiewende

Energiewandel auf Kosten der Natur

Monokulturen statt Vielfalt
Einfalt statt Vielfalt

Durch die Katastrophe von Fukushima am 11. März 2011 hat sich die langersehnte Hoffnung auf ein Ende der Atomstromversorgung schneller erfüllt als erwartet, aber zu welchem Preis? Gerade sind zwei Jahre seit der Katastrophe verstrichen, da bahnt sich bereits – massiv subventioniert – die nächste Katastrophe an: Infraschallterror durch Windkraftanlagen, Bienensterben durch Monokulturen für Biogasanlagen, Flächenbrand durch Solarzellenparks in Naturlandschaften, Verschwinden von Hecken und Bäumen an Straßenrändern und Fluren für Holzhackschnitzelwerke.

Schlimmer konnte es nicht kommen. Die herbeigesehnte Energiewende verlangt von der Natur und den wild lebenden Tieren einen hohen Preis und verursacht jetzt schon irreparable Schäden. Folgende Beispiele verdeutlichen den fatalen Irrweg, der sogar durch Subventionen politisch noch gefördert wird.

BIOGASANLAGEN: Monokulturen statt Pflanzenvielfalt

Durch gezielte Subventionen werden landwirtschaftlichen Betrieben Biogasanlagen als Einnahmequelle schmackhaft gemacht. Mit der Gewinnung von Biomasse als Energielieferant vollzieht die Landwirtschaft aber einen fragwürdigen Paradigmenwechsel. Aus der herkömmlichen Kulturlandschaft wird sukzessive ein Industrieraum mit gravierenden Problemen. Wo früher bunte und an biologischer Vielfalt reiche Wiesen grünten, wuchern jetzt Monokulturen aus Mais, Raps und Futtergetreide. Die klassischen Fruchtfolgen treten in den Hintergrund. Stattdessen verdrängen wenige Nutzsorten die Artenvielfalt und prägen ein monotones Landschaftsbild, das vielen Tierarten keine Lebensgrundlage mehr bietet. Das Aussterben vieler selten gewordener Schmetterlingsarten ist beispielsweise auf einen Mangel an Futterpflanzen zurückzuführen. Dem dramatischen Rückgang der Feldhasenpopulation dürfte das gleiche Phänomen zu Grunde liegen. Auch hier zeigen Untersuchungen, dass die Tiere regelrecht an Mangelernährung sterben. Und auch das Bienensterben wird nach neuesten Erkenntnissen durch Monokulturen wie etwa Raps gefördert, denn das Immunsystem der Insekten ist auf eine größere Vielfalt von Blütenpflanzen angewiesen.

Durch gezielt falsche Information wird der Bevölkerung der ökonomische Nutzen solcher Anlagen verkauft, ohne auf die Naturzerstörung hinzuweisen. Dass mit den Bauern Lieferverträge ausgehandelt werden, die ihnen für einen Doppelzentner Getreide 30 % mehr Erlös im Vergleich zum Anbau als Lebensmittelprodukt garantieren, zeigt die Perversität solcher subventionierten Konzepte. Landwirte sind dabei nicht mehr Landschaftspfleger und -erhalter, sondern Naturzerstörer im großen Stil. Blieben zahlreiche Äcker vor 10 Jahren noch als wertvolle Brachflächen ungenutzt, wird heute Boden gepachtet, wo immer sich das anbietet. Die neu beschlossene EU-Landwirtschaftsreform subventioniert für die nächsten 6 Jahre weiter Großgrundbesitzer statt Kleinbauern und Ökobetriebe. Die gehen wieder mehr oder minder leer aus. Stattdessen erhalten konventionelle Landwirte den Zuschlag, die jetzt mit kolossalen Landmaschinen überall Monokulturen, vor allem Raps, Mais und Weizen, anbauen. Und um die Erträge zu maximieren, werden große Mengen an Düngemitteln und Pestiziden ausgebracht. Dabei scheint es niemanden zu stören, dass die Feldlerche, einer unserer ersten Frühlingsboten, kurz vor dem Aussterben steht und dass den für uns so wertvollen Bienen durch Monokulturen der Garaus gemacht wird. Hauptsache Geld fließt, gefördert durch einen unsinnigen Bürokratenapparat namens EU-Parlament!

WINDKRAFTANLAGEN: Lobbyismus statt Green Energy

Windkraftanlagen Neudorf Fränkische Schweiz
WKAs in Neudorf, Fränkische Schweiz

Nach Fukushima stand die Idee im Mittelpunkt, Risiken der Atomstromgewinnung zu vermeiden und Energie nachhaltig zu erwirtschaften und somit die Strompreise zu senken. Die Umsetzung heute befriedigt ausschließlich Investoren, verbaut unberührte Landschaften, tötet massenhaft Vögel, beeinträchtigt die Gesundheit des Menschen und kassiert die Bürger mit ständig steigenden Stromkosten ab. Mit jedem neuen Windrad, vor allem hier im windarmen Franken, wird unter dem Deckmantel grüner Absichten schmutziges Geld erwirtschaftet. Nicht die Gemeinschaft, sondern die Shareholder, Investoren und Genossenschaften profitieren von einer fehlgeleiteten Subventionspolitik. Den Verbrauchern werden Kapitalbeteiligungen schmackhaft gemacht und hohe Renditen versprochen. Ob Wind weht oder nicht, spielt inzwischen eine untergeordnete Rolle.

Seit geraumer Zeit wird die Kehrseite dieser Politik offensichtlich: Der lokal erzeugte Strom kann mangels fehlender Leitungen nicht eingespeist werden. Die vorhandenen Stromnetze stehen kurz vor dem Kollaps, weil Energie nicht kontinuierlich eingespeist werden kann. Statt billigen Strom zu ermöglichen, haben sich die Strompreise sowie der Anteil an Steuern, Abgaben und Umlagen seit 1998 nahezu verdoppelt. Mittlerweile gibt es etwa 1.000.000 Haushalte deutschlandweit, die sich die heutigen Strompreise nicht mehr leisten können, Tendenz steigend.

Außerdem mehren sich in den letzten Monaten die Anzeichen, dass der von Windkraftanlagen (WKA) produzierte Infraschall, der sogar noch in 10 bis 25 Kilometer Entfernung nachweisbar ist, bei Anwohnern zu innerer Unruhe, Schlafstörungen, Mattigkeit oder Bluthochdruck führt. Infraschall liegt unterhalb von ca. 16 Hz (der Mensch hört bis ca. 18 kHz) im tieferen Frequenzbereich. Diese Töne können nur noch gespürt und nicht gehört werden. Es muss aufhören, dass WKA-Gegner durch die Medien als Querulanten stigmatisiert werden und ihnen mangelnde Opferbereitschaft zugunsten einer klimafreundlichen Energiewende ohne Atomkraft vorgeworfen wird.

In PRISMA Nr. 87 haben wir darüber berichtet, dass in Deutschland pro Jahr ca. 200.000 Vögel durch Rotorschlag zerstückelt werden. Vorbeifliegenden Fledermäusen werden durch den Unterdruck sofort die Lungen zerstört. Zu Opfern werden auch viele Vögel, die ohnehin schon auf der roten Liste stehen, wie Schwarzstorch, Weißstorch, Wiesen- und Rohrweihe, Schwarz- und Rotmilan, Baum- und Wanderfalke, Wespenbussard, Uhu und Graureiher. Diese Vögel finden unter den Windmaschinen ihre letzte Ruhe!

Schlimm ist der Umstand, dass von den 600 in Bayern in Betrieb genommenen Rotoren fast alle in Franken stehen. Die neuen geplanten WKA sind inzwischen um 60 Meter höher als der Kölner Dom. In den Alpen steht dagegen kein einziges Windrad!

Wollen wir wirklich für diese fehlgeleitete Energiewende unsere schöne Natur und Landschaft hier in Franken irreparabel zerstören? Wollen wir wirklich wertvolle Wälder und Naturflächen vernichten und vielen Lebewesen aus Profitgier den Lebensraum rauben?

Tipp: In Franken formieren sich immer mehr Aktionsgruppen wie JuraWindpark gegen solche unsinnigen Konzepte. Schließen Sie sich den Bürgerbewegungen an und versuchen Sie weitere WKA vor allem in der Fränkischen Schweiz zu verhindern. Treten Sie aus dem Bund Naturschutz aus mit dem Hinweis, dass der BN durch finanzielle Beihilfen aktiv an der Naturzerstörung beteiligt ist. Versuchen Sie durch Einsparungen Ihre Energiebilanz weiter zu senken. Öffnen Sie sich für Innovationen aus „Freien Energiemaschinen“. Wir dürfen heute davon ausgehen, dass in etwa 10 Jahren Windräder oder Solarzellen völlig überflüssig sind!

Hier einige Linktipps: Unabhängiges Portal für Organisationen, Bürgerinitiativen und Privatleute in Deutschland, die sich gegen Windkraft im allgemeinen oder gegen bestimmte Windkraftprojekte aussprechen.

Europäische Plattform gegen Windkraftanlagen.

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