Gesundheitsschädigende Erleuchtung

Energiesparlampen mit Gesundheitsrisiko

Seit 1. September 2009 haben die EU-Staaten den Gebrauch herkömmlicher Glühbirnen eingeschränkt. Mattglas- und 100-Watt-Glühbirnen dürfen künftig nicht mehr auf den Markt gebracht werden.
Doch der Verband Baubiologie (VB) warnt deshalb berechtigt vor gesundheitlichen Risiken der Energiesparlampen.

Denn im Gegensatz zu Halogen- und LED-Lampen enthalten Energiesparleuchten hochgiftiges Quecksilber. Auch von der hohen elektromagnetischen Strahlung der Lampen wird in den Medien kaum berichtet, teilt der Verband in Bonn mit. »Dabei überschreiten die Sparlampen die Strahlungsnorm für Computer teilweise um das Zwölf- bis Vierzigfache», erläutert Johannes Schmidt vom Institut für Baubiologie Neubeuern (IBN).

Und über die Langzeitwirkungen des flimmernden Lichtspektrums, das die Sparlampen aussenden, wissen wir viel zu wenig, sagt der Verband. Der Blauanteil im Licht führe möglicherweise zu Stressreaktionen und Schlafstörungen, da er die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin hemme. Das Spektrum herkömmlicher Glühlampen entspreche dagegen eher dem des Sonnenlichts.

Die Zeitschrift Ökotest bezeichnet Energiesparlampen als eine »erheblich schlechtere, verzerrte und schmutzige Lichtquelle«, die zudem aufgrund ihres Quecksilbergehaltes zum Sondermüll gehört. Außerdem halten Energiesparlampen nicht das, was sie versprechen. Statt der propagierten achtfachen Lebensdauer halten sie in der Praxis nicht viel länger durch als eine normale Glühbirne, vor allem wenn das Licht häufig an- und ausgeknipst wird.

Angesichts der marginalen Einsparungen die alle deutschen Haushalte im Vergleich zum Gesamtenergieverbrauch haben, halte ich es für eine Gängelung, den Umgang mit den verschiedenen Lichtträgern staatlich zu regeln. Wir sprechen hier um Einsparungen im Promillebereich! Statt gesunde Erleuchtung verschreibt uns die Regierung krankmachende Leuchtmittel. Außerdem sind Energiesparlampen nicht dimmbar und aufgrund des Quecksilbergehaltes zudem hochgiftig und kompliziert zu recyclen. Es gibt kein vernünftiges Argument auf die Glühbirne zu verzichten. Schon allein aus Gründen des Wohlbefindens und der Schaffung einer angenehmen Atmosphäre. Alternativen sind etwa Halogenglühlampen. Diese sehen aus wie normale Glühbirnen, in denen der Glühfaden durch ein Halogen-Birnchen ersetzt wurde, ähnlich wie bei Scheinwerferlampen im Auto. Auch Niedervoltanlagen nutzen Energie effektiver und zaubern zudem eine schöne Atmosphäre, was man von Energiesparlampen nicht behaupten kann. Der Zwangsverzicht auf die Glühbirne ist ein Verlust an Lebensqualität.

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