Gefährdet Alufolie die Gesundheit?

Alufolie gefährdet die Gesundheit
Alufolie gefährdet die Gesundheit
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Keine Lebensmittel direkt mit Alu in Verbindung bringen

Seit Jahrzehnten verwenden wir für Lebensmittel bedenkenlos ein hochgelobtes Produkt der Weltraumforschung: Aluminiumfolie. Seitdem der Verdacht immer lauter wird, dass Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen z.B. in Kochtöpfen für die zunehmenden Alzheimererkrankungen sowie für Krebs verantwortlich sind, wurde in diesem Zusammenhang auch Alufolie unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Aluminium reagiert mit Salzen und Säuren. Dadurch lösen sich Aluminiumionen aus der Folie und können auf Lebensmittel übergehen. In einigen Fällen kann sich die Folie sogar ganz auflösen, wie das bei Lebensmitteln der Fall ist, die eingewickelt direkt auf Edelstahlplatten gelegt werden.

Vorausgegangen waren Tests, in denen Lebensmittel in Alufolie eingewickelt und drei Tage lang im Kühlschrank aufbewahrt wurden. Zudem wurden übliche Verfahrensweisen im Umgang mit Alufolie untersucht, wie beim Grillen obligatorisch in Alufolie eingewickeltes Fleisch oder Fisch. Die Ergebnisse waren erschreckend: Bei fast allen untersuchten Lebensmitteln wurde ein erhöhter Aluminiumgehalt festgestellt, der die Tagesdosis in einigen Fällen um das Mehrfache überschritt. Dabei kommt es auch darauf an, welches Produkt verwendet wird, da viele Hersteller Legierungen aus Aluminium und anderen Bestandteilen verwenden, um etwa die Reißfestigkeit zu erhöhen.

Dass Aluminium bzw. Aluminiumsulfate in Deodorants schädlich sind, weiß man inzwischen seit geraumer Zeit. Der Markt hat sich mittlerweile darauf eingestellt und bietet immer häufiger Deosprays ohne Aluminiumpartikel an. Inzwischen warnen einige Hersteller auf ihren Produkt-Verpackungen ausdrücklich vor der Verwendung der Alufolie mit salz- und säurehaltigen Lebensmitteln. Doch gleichzeitig herrscht immer noch die alte Vorstellung, dass an Lebensmittel abgegebene Aluminiumbestandteile nicht gesundheitsschädlich seien. So lässt man sich seine nicht aufgegessene Pizza im Restaurant in Alufolie verpacken, legt sein Gemüse in Alufolie verpackt auf den Grill, kauft Fertiggerichte in Aluschalen für die Zubereitung in der Mikrowelle oder wickelt Wurst und Käse zur Aufbewahrung in Alufolie. Das kann in der Tat fatale gesundheitliche Folgen haben.

Wie lässt sich Alufolie vermeiden?

Achten Sie beim Kauf im Supermarkt darauf, dass Sie Einmal-Verpackungen mit Alu meiden. Selbst bei Yoghurt-Bechern besteht der Deckel meist aus Aluminium. Dieser soll zwar speziell beschichtet sein, doch das Risiko tragen Sie. Bewahren Sie Lebensmittel zu Hause in Tonschüsseln auf, die Sie zum Beispiel mit einem Porzellanteller abdecken. Halbe Zitronen, Zwiebeln oder Tomaten können Sie einfach mit der Schnittfläche auf einen Teller legen. So bleiben die Lebensmittel ebenfalls lange frisch. Tonwaren bzw. Steingut sind für die Aufbereitung von Lebensmitteln am besten geeignet und haben sich seit Jahrtausenden bewährt. Alufolie gehört nicht mehr in den Haushalt und sollte unter keinen Umständen in der Küche oder anderswo verwendet werden!

Autor: ©2016 André Hammon

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