Das Ende der Säkularisation?

Burkas kein Ausdruck von Offenheit
Die Burka: Ausdruck der Abschottung und öffentlicher Ausgrenzung
© Bildrechte: http://de.123rf.com/profile_ginasanders

Wie zu erwarten, verursachten die unsinnigen militärischen Interventionen der USA im vorderen Orient ein politisches und gesellschaftliches Chaos, mit dem Resultat, dass nun Millionen Zuflucht suchender Menschen in Richtung Deutschland unterwegs sind. Wir tragen damit nicht nur die Konsequenzen der amerikanischen Hybris, sondern stehen auch vor einem gravierenden kulturellen Wandel unserer Gesellschaft mit unbekanntem Ausgang.

Im Gegensatz zu meiner, schon immer auf deutschem Boden lebenden mütterlichen Ahnenreihe, waren meine väterlichen Vorfahren einst Vertriebene unter der Herrschaft des französischen „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. und ließen sich vor allem im preußisch regierten Raum Frankens, in Erlangen und Bayreuth, nieder. Meine von der französischen Revolution geprägten Urväter bereicherten die Gesellschaft durch ihr freies Kultur- und Geistesleben. Sie brachten viele bis dato unbekannte Berufe mit in die neue Heimat, wie Hutmacher, Seidenweber, Buchbinder, Maler, Emailleur oder Pastetenbäcker. Die gelehrten und wohlhabenden hugenottischen Kaufleute gaben der regionalen Wirtschaft starke Impulse und machten Erlangen zur heute zweitstärksten wirtschaftlichen Kraft in Bayern nach München.

Ähnliches könnte uns das Potenzial der Asylanten aus dem Dreistromland bringen, stünden nicht die engen religiösen Konzepte dazwischen, die zu einem freiheitlich gesinnten Land wie Deutschland so gar nicht passen wollen, vor allem weil fast zwei Drittel der Anklopfenden Muslime sind. Die ersten radikal salafistischen Zellen in Hamburg und Wuppertal fordern längst öffentlich auf der Straße den Gottesstaat, und muslimische Eltern verlangen für ihre Kinder Gebetsräume in öffentlichen Schulen. Wir sind in Gefahr, das zu verlieren, wofür meine Großväter zum Teil ihr Leben gelassen haben: Freiheit, Gerechtigkeit, Säkularisation und Demokratie!

Als mir jüngst in Koblenz eine Traube shoppender muslimischer Frauen in schwarzen Burkas mit schwarzen Kinderwagen vor sich her schiebend entgegenkam, stockte mir für einen Moment der Atem. Die bis auf die Sehschlitze verhüllten Frauen erinnern mich an Harnische aus finsteren Epochen des Mittelalters und wirken weder freundlich noch einladend. Die von den Medien allseits propagierte Willkommenskultur sollte doch Offenheit und die Möglichkeit der Begegnung auf beiden Seiten voraussetzen, oder?

Möglicherweise steckt gerade in dieser Kollision konträrer Weltanschauungen eine Chance für mehr Annäherung und Toleranz, auch wenn sich dies angesichts wachsender Spannungen in zahlreichen Regionen derzeit noch nicht abzeichnet. Bei aller Offenheit für neue Einflüsse möchte ich jedoch mein urväterliches Erbe unter keinen Umständen einer eng verschlossenen Weltsicht opfern. Dogmatismus und religiöser Fundamentalismus sind nicht willkommen in meinem Herzen.

Unwillkommen ist mir ebenso der deutsche Mob, der in feiger Manier die Obdach hilfsbedürftiger Menschen in cognito zerstört und mit deplatzierten Äußerungen wie: „Wir sind das Volk“, seine Ohnmacht in die Welt schreit. Ich möchte nicht wissen, wie viele der Mitläufer davon Migrationshintergründe in ihrem Stammbaum aufweisen und aus bloßem Anstand schon „ihr Maul halten sollten“.

Allerdings empfinde ich die Flüchtlingspolitik unserer Regierung teilweise als unreflektiert und vor allem ungerecht gegenüber sozial und wirtschaftlich unterprivilegierten Bevölkerungsgruppen. Wieso erhalten Flüchtlinge günstigen Wohnraum während unsere „deutschen“ Studenten, also unser zukünftiges wirtschaftliches Potenzial, seit Jahren teilweise zu Dritt in Einzimmer-Appartements hausen? Hier werden plötzlich finanzielle Mittel mobilisiert, während andere berechtigt Bedürftige von derartigen Leistungen ausgeschlossen sind. Das betrifft ebenso auf Rentner oder Alleinerziehende zu, die mit weniger Geld und Sachleistungen ausgestattet werden wie Flüchtlinge.

Diese Ungerechtigkeiten rufen den Mob auf den Plan. Ich werde in Kürze einen weiteren Beitrag online stellen, der die Kehrseite der Zuwanderung beleuchtet und das mögliche gesellschaftliche Konfliktpotenzial benennt, denn Millionen traumatisierter Flüchtlinge werden den kollektiven Bewusstseinsgrad der Gesellschaft so oder so negativ beeinflussen und archaische Gefühle wie Angst und Ohnmacht weiter schüren.

©2015 Autor: André Hammon


Hinsichtlich dessen, dass in der islamischen Geschichte weder eine Säkularisation noch eine Aufklärung stattgefunden hat, fordere ich von unserer Bundesregierung allen Asylsuchenden und Immigranten,- unabhängig ihrer Konfession -, die Anerkennung der Leitkultur dieses Landes per Unterschrift zu bestätigen. Dazu zählen insbesondere:

  • 1. Die Anerkennung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der BRD
  • 2. Die Anerkennung der Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit der BRD
  • 3. Die Anerkennung von sozialen Minderheiten wie Schwule und Lesben in der BRD
  • 4. Die Anerkennung der Trennung von Staat und Kirche (Säkularisation) in der BRD
  • 5. Die Anerkennung des Grundgesetzes (Präambel) und die Achtung der Menschenrechte in der BRD
  • 6. Die Anerkennung der Deutschen Sprache in Wort und Schrift als Bestätigung der Anerkennung und Aktzeptanz unserer Kultur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.