Baal-Hammon
(Begriffserklärung
im Lexikon der Götter und Dämonen)
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1 So spricht Baal-Hammon, der Führer des hehren Mittelreichs, zu den der
Tat zugewandten Erdenwesen:
2 Schaut um euch, prüft eure Welt, fragt eure Sehnsucht, was
Daseinszweck sei.
3 Da werden die Geister dreifach sich scheiden: Dem stillen Licht zu
werden streben die einen; der grausen Hölle zu neigen die anderen; die Tapferen
aber suchen die Tat! Ihnen ist des Mittelreichs Pforte geöffnet.
4 Wer kann und will, der schaue hinüber durch Grünlands Weiten zu mir.
Wer kann und will, der sehe des Mittelreichs stolze Stätte. Die gehörnten
Helden stehen auf Mittelreichs Zinnen zur Wacht, nicht schreckt sie der Höllenfeind
je, nicht beugen sie sich je fremden Willen; sie sind ihres eigenen Wollens.
Stark führen sie Schwert und Speer.
5 Il's Hilfe erflehen sie nicht noch rufen sie Ascheras Mittlung;
Baal-Hammon führt sie, Tani beschirmt sie, Moloch ist ihr Schild, Astarte ihr
Blumenduft.
6 Hoch fliegt Mittelsreichs Zeichen, kühn ist die Tat, verschworen der
Wille - Mittelreich gehört sich selbst allein; keiner bezwingt es!
7 Heil sei all jenen, die Tat und Wille sich selbst sind. Nicht stille
Rast ist ihr Wünschen, nicht sanfte Ruhe an Gottesreichs Quellen. Nicht
erstreben sie kindisches Spiel. Nicht Beschirmung suchen sie durch einen Herren
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8 denn wer beschirmt ist, der ist auch gefangen.
9 Wer aber frei sein will und grenzenlos fühlt - der ist ein Tapferer;
Mittelreich heißt sein Heim, Baal-Hammon sein treuer Führer.
10 Er achtet des
Gottesreichs Licht, doch nie ist er Knecht.
11 Wehrmacht für
alle ist er wider Schaddei, den keiner in seine Grenzen verwiese zum anderen
Mal, kämpften die Helden des Mittelreichs nicht.
12 So spricht
Baal - Hammon, des hehren Mittelreichs Führer, so gibt er Kunde, zeigt
deutliches Bild.
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1 So sendet Kunde auf die Erde Baal-Hammon, der Führer der Tapferen:
2 Fürchtet eine Welt nicht, in der es Schatten gibt; denn in einer
solchen Welt gibt es auch Licht.
3 Fürchtet hingegen die Schattenlosigkeit; denn Lichtlosigkeit herrscht
vor in ihr,
4 und nichts ist so grausam wie das Grau.
5 Fürchtet eine Welt nicht, in der Ungleiches ungleich ist; denn solch
eine Welt ist farbenfroh und gerecht.
6 Fürchtet hingegen die Gleichmachung; denn wo Gleichmachung
vorherrscht, da gibt es weder Schatten noch Licht, weder Farbe noch Freude - und
keine Gerechtigkeit.
7 Fürchtet eine Welt nicht, in der Gerechtigkeit herrscht, mag diese
auch hart erscheinen von Mal zu Mal.
8 Denn Gerechtigkeit nimmt an, was ist, Ungerechtigkeit hingegen will verändern,
was unveränderbar ist, und übt also die Gewalt grauer Einöde.
9 Erkennt der Vielfalt Reichtum und der Mannigfaltigkeit Schatz.
10 Wehret der
Vermengung, durch welche die Grenzen verwischen und ödes Einerlei entsteht.
11 Laßt euch
nicht betören von Teufeln, die das Einerlei preisen; Heuchler sind sie, Verführer;
sie wollen das trübe Grau über den Welten.
12
Bequemlichkeit tragen die Teufel euch wohl an.
13 Schmarotzer züchten
die Teufel heran; arg ist ihr Trachten, verschlagen und voll des Betrugs.
14 Licht
versprechen sie denen im Schatten, damit jene das Licht fort nehmen, welches die
Schatten wirft,
15 und graue
Dunkelheit über alles dann herrsche. Denn wer nicht durchsteht die Schatten,
der sieht niemals Licht;
16 weil ja Licht
und Schatten untrennbar Geschwister sind.
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1 Dies lässt sagen euch Menschen der Erde Baal-Hammon, des Mittelreichs
Führer:
2 Trauert nicht über das, was auf Erden vergeht - es ist nicht verloren,
ihr findet es wieder in kommender Zeit.
3 Was jemals war, ist in Ewigkeit.
4 Geht eures Wegs und schaut stehts voran. Was zurückliegt, trefft später
ihr wieder, so ihr wollt.
5 Laßt euch nicht schrecken von dunklen Gedanken: Schaddeins Teufel
senden sie euch und in der Wahrheit bestehen sie nicht.
6 Mit jedem Tage, den ihr vorangeht, kommt ihr näher dem Ziel.
7 Schaut euch nicht um, nutzt für das Kommende eure Kraft
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8 was zurückbleibt, folgt euch ohnehin nach in späterer Zeit.
9 Wie das Wasser eines Stromes dahin fließt, so ist das Leben; nicht hält
es inne, Pause kennt es keine, der Mündung fliesst alles entgegen.
10 Wo das Wasser
vorbei floß, dorthin kehrt es nie mehr zurück, wer sich umwendet, der sieht
kein Ziel und ändert doch nichts von alledem, was war.
11 Was an Taten
auszubessern es gilt, das harrt eurer in einer späteren Welt -
12 die Erdenzeit
kennt kein zurück, ihre Stunden, ihre Tage und Jahre fließen wie das Wasser
des Stromes dahin, gegen dessen Richtung der Schwimmer nicht ankämpfen kann.
13 Der Kampf
wird erneuert in späterer Zeit, die von anderer Art ist und von anderem Flusse.
14 Seid bereit
zu durchtauchen die Schnellen des Stromes. Erleben und Erkennen ist euer Lohn,
heisst euer Erdensinn.
15 Nicht Vergnüglichkeit
zu erfahren seid ihr hier geboren - sondern zu tun eine Pflicht.
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1 So lehrt Baal-Hammon, zu wissen all jenen, die den geraden Weg gehen:
2 Was zur Pflicht ist euch Menschen der Erdenwelt, die ihr da
durchwandert das dortige Leben, das ist zu nennen: Erkennen, finden und fassen
und halten.
3 Was Pflicht ist euch mehr, das ist, den noch wartenden vielen einst
Gefallenen da im Meer des Schweigens wieder Leben zu geben. So ihr Kinder euch
zeugt, tut ihr dies. Denn viele noch liegen in Ohnmacht dort freudlos und still.
4 Was Pflicht ist euch auch, meint zu bewahren die Reinheit des Geistes
und die Reinheit der Art. Denn allein Reines finde den Weg einst zurück in Grünland
und den Bahnen der Welten des Jenseits.
5 Was aber Pflicht ist, das ist auch Freude. Denn wo recht getan wird, da
erblüht das Empfinden des Rechten. Daraus entspringt Licht. Und aus dem Licht
schafft sich Freiheit.
6 Was auch Pflicht euch ist, bedeutet, zu wehren der Finsternis tückischer
Macht. Es ist nicht... ( Ende des Fragments)
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